Das Weltnotwerk der KAB

Tansania

Zusammenarbeit mit der HAWAKASO

Tansania

Die KAB Gruppe der Diözese Songea heißt Harakati Za WafanYakazi Wakatoliki Songea (HAWAKASO). Sie arbeitet seit März 2000 in enger Zusammenarbeit mit der KAB im Diözesanverband Augsburg. Innerhalb kurzer Zeit organisierten sich über 2.000 Mitglieder in 89 Ortsgruppen der HAWAKASO.

Mittels unterschiedlicher Projekte finanziert HAWAKASO sich selbst und versucht darüber hinaus auch ihre Mitglieder in Notlagen finanziell zu unterstützen. Einnahmequellen sind z.B. Gemüse-, Reis- und Obstanbau und der Verkauf von Erzeugnissen aus Nutztierhaltung. Daneben werden durch Zusammenschlüsse in Einkaufsgenossenschaften Kosten gespart.

Zu den Zielen von HAWAKASO zählen (Aus)Bildung der Mitglieder, Förderung der Gleichberechtigung der Frauen, Hilfe für die Armen und Schaffung solidarischer Gemeinschaftsprojekte. Die Hilfe von HAWAKASO ist an Familien und Gruppen der Gemeinde und insbesondere an Häftlinge und Opfer von HIV und AIDS gerichtet.

Der DV Augsburg unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Weltnotwerk e.V. die Trägerstruktur der HAWAKASO (www.songea-augsburg.de). Ein konkretes Beispiel ist die finanzielle Unterstützung bei der Einrichtung eines eigenen Sekretariates, beim Aufbau diözesaner Strukturen und überregionaler Bildungsarbeit.

Die Verbesserung der Trägerstruktur hat das Ziel die Arbeit der HAWAKASO zu professionalisieren. Dafür wurde ein hauptamtlicher Mitarbeiter angestellt, dessen Gehalt vom Weltnotwerk und dem DV Augsburg gezahlt wird. Der Sekretär übernimmt wichtige Aufgaben. Er besucht beispielsweise die Gruppen der HAWAKASO und organisiert Seminare sowie Diözesanversammlungen.

Ein weiterer Bereich, in dem der DV Augsburg den Mitgliedern der HAWAKASO hilft, ist der Verkauf des in Tansania angebauten Kaffees zu einem fairen Marktpreis in Deutschland. Der Gewinn der kleinen Kaffeebauern, damit verbunden auch ihre Möglichkeiten im Leben, sind abhängig von ausländischen Märkten. Erst durch einen fairen Handel kann die mühevolle Arbeit der Kaffeebauern entsprechend gewürdigt werden, ebenso können erst dann die Bauern von ihrem Verkauf profitieren. Allerdings kann in diesem Fall nicht allein von dieser Art von Gewinn die Rede sein. Denn ein Teil des Erlöses vom fairen Verkauf kommt auch der HAWAKASO zugute. Mit diesem Geld kann sie zum einen sich selbst weiterhin finanzieren, zum anderen den Mitgliedern in Not helfen und andere Maßnahmen bzw. Projekte für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Mitglieder durchführen.

Bei der Organisation von Projekten stößt die HAWAKASO allerdings stets an finanzielle Grenzen. Deswegen entschloss sich das Weltnotwerk, die Arbeit von HAWAKASO im Jahre 2005 durch die Bereitstellung von Kapital zu unterstützen. Das Darlehen samt niedriger Zinsen wird von HAWAKASO zurückbezahlt. Die Verantwortung für die Rückzahlung tragen zwei Komitees, welche sich jeweils aus fünf Mitgliedern zusammensetzen.

Aktuell

Zwischen dem 4. und 18. August 2008 waren drei Delegierten der KAB Augsburg, Sylvia Nerf-Kreitschy, Bärbel Haggenmüller und Ewald Lorenz Haggenmüller, in Songea im Südwesten von Tansania.
 
Auf der WebSite www.songea-augsburg.de gibt es unter aktuell Nachrichten und Bilder!!!!

Medizinische Aufklärung, Krankheitsvorsorge und Hilfe zur Selbsthilfe

In der Diözese Mbinga, Tansania, gibt es viele Dörfer, die medizinisch nicht versorgt sind. Zusätzlich werden den Menschen dort keine grundlegenden Informationen zu Hygiene, Ernährung, Schwangerschaft oder Verhütung vermittelt. Das führt dazu, dass diese Menschen an Krankheiten, im schlimmsten Falle sogar an AIDS erkranken.

Aus diesem Grunde unterstützen das Weltnotwerk und die KAB Würzburg den Basisgesundheitsdienst der Diözese Mbinga (www.kab-wuerzburg.de/). Das Hauptziel dieses Dienstes (CBHC = Community-Based Health Care) ist es das Bewusstsein der Bevölkerung für die lokalen Krankheiten in den Gemeinden vor Ort zu schärfen sowie deren Teilnahme an der Krankheitsvorsorge. Dabei wird ihnen ein Team von Gesundheitsexperten zur Seite gestellt. Denn wenn den Menschen grundlegende Informationen zu Hygiene, Schwangerschaft, Ernährung vermittelt werden, können viele Krankheiten durch Selbsthilfe vermieden oder schon im Anfangsstadium wirksam bekämpft werden. So kann durch präventives Handeln eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen erzielt werden.

Das Basisgesundheitsteam ist in vier größere Arbeitsschwerpunkte aufgeteilt:

  1. Mutter- und Kinderfürsorge
  2. Vorbeugung und Aufklärung zum Themenbereich HIV-Aids
  3. Malariakontrollprogramm
  4. Allgemeinen Gesundheitsaufklärung.

Das Programm funktioniert nach dem strukturellen Prinzip der Ausbildung von Gruppenleitern, die wiederum Multiplikatoren in ihren Gemeinden sind. So schult beispielsweise die Verantwortliche für den Bereich der Mutter- und Kindfürsorge aus den 24 Pfarreien jeweils zwei Mitarbeiter/innen, die dann wiederum in ihren Gemeinden das Erlernte weitergeben (Training der TrainerInnen!). Dieses System wird bei allen oben genannten Arbeitsschwerpunkten angewandt, soweit sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür rekrutieren lassen.

In der Implementierungsphase der vergangenen fünf Jahre wurde es möglich, dass über die Hälfte aller Pfarreien unserer Partnerdiözese mit den Einrichtungen und Diensten des Basisgesundheitsdienstes vertraut wurde und aktive „Gesundheitstrainer“ Basisarbeit vor Ort leisten konnten.

Viele Erkrankungen setzen die Leistungsfähigkeit der Menschen drastisch herab. Bei einer Aidserkrankung führt dies sogar bis zu dramatischen Ausfällen der aktiven Bevölkerung.

Aus diesem Grund helfen Weltnotwerk und KAB bei der Ausbildung von Laienhelfern für diesen Basisdienst. Außerdem werden Seminare zu verschiedenen Themen unterstützt (Ausbildung von Gesundheitshelfern, Natürliche Familienplanung, Hygiene und Gesunde Ernährung) und Aufklärungskampagnen (Malaria-, Aids-, Hakenwurmbekämpfung).

Gleichzeitig ist es Ziel Erwachsenenbildung in der ländlich strukturierten Diözese Mbinga aufzubauen. Denn über Bildung lassen sich die Zukunftschancen für diese ärmliche, abgeschiedene Region erhöhen, was auf lange Sicht die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht. Erste Gruppen haben sich bereits gegründet, die über Kleinkredite Geschäftsideen zu einkommensschaffenden Maßnahmen entwickeln. Aus diesen Zellen soll sich eine neue KAB-Bewegung entwickeln.

Auch die jüngere Bewegung ist aktiv in Tansania: Die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) pflegt eine Jugendpartnerschaft zu UVIKAMBI in Mbinga. Mittlerweile sind im Rahmen dieser Partnerschaft Ausbildungsstätten für Schreinerei und Schneiderei entstanden sowie ein Kleinkreditfonds zur Unterstützung von Einkommen schaffenden Maßnahmen eingerichtet worden.

Darüber hinaus pflegt die CAJ ihre Partnerschaft bzw. Freundschaft in Form von Besuchen im Bistum Mbinga. Auch im Jahre 2006 stand ein Partnerschaftsbesuch im Bistum Mbinga an. Durch den Jungendaustausch von vier Jugendlichen aus Würzburg wurde die bestehende Partnerschaft beider Partner intensiviert. Das Weltnotwerk unterstützte diesen und weitere Partnerschaftsaustausche der CAJ.

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