Das Weltnotwerk der KAB

Sambia

Partnerschaft mit der MCW Sambia

Bezirksverband Wesel

 

Bericht über die Entwicklung der Weltnotwerkpartnerschaft
des Bezirksverbandes mit der MCW (KAB) Sambia

Wie wir begonnen haben
Am 04. November 2008 fand auf Einladung des Bezirksvorstandes im Katholischen Pfarrzentrum St. Barbara Kamp-Lintfort ein Informations- und Diskussionsabend mit dem Geschäftsführer des Weltnotwerkes, Norbert Steiner (Kettelerhaus der KAB, Köln) für alle Interessierten des Bezirksverbandes statt. Anhand einer umfassenden Präsentation stellte er die gesamte Arbeit, Hintergründe und Zusammenhänge unserer verbandlichen Hilfsorganisation dar.  
Damit verbunden zeigte er die strengen Projektrichtlinien auf und erläuterte uns die inzwischen weltweit vernetzte Partnerschafts- und Projektarbeit von Ortsvereinen, Bezirks- und Diözesanverbänden mit Partnerorganisationen in der Einen Welt. Die Beratungsergebnisse an jenem Abend, wie auch die der folgenden Bezirksleitungs- und Bezirksvorstandssitzungen führten dazu, dass wir seit Jahresbeginn 2009 eine Partnerschaft mit der Catholic Workers Movement (MCW) Sambia, der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung in Sambia, aufbauen. Die Kontakte mit der MCW in Sambia erfolgen vor allem per E-Mail in englischer Sprache. Die Übersetzung erfolgt dankenswerter Weise professionell durch Astrid Mayers (KAB Moers-Meerbeck), was von zentraler Bedeutung für eine gelingende Kommunikation ist und was Missverständnissen vorbeugt. 

Weiterentwicklung
Im  Jahr 20110 hat sich unsere Weltnotwerkpartnerschaft mit der MCW in Sambia ganz entscheidend weiter entwickelt. Im August fand ein Treffen zwischen Clement Katongo (Kafue), dem Sprecher  der KAB in Sambia, dessen Frau Doreen sowie Martin Mohr im Bistumshaus im österreichischen Linz statt.  
Neben einem guten persönlichen Kennlernen und intensivem  Gedankenaustausch über die Situationen in beiden Partnerländern und –Bewegungen wurde bei diesem Gespräch auch eine erste konkrete und projektorientierte Vorgehensweise für die Partnerschaftsarbeit festgehalten. Sie ist mittlerweile zwischen dem Bezirksvorstand der KAB Wesel, der  Leitung der KAB in Sambia, der Weltnotwerkzentrale der KAB in  Köln sowie mit James Sserunjogi, dem WBCA-Sekretär für die Ost- und südafrikanischen Diözesanverbände, abgestimmt. James war bereits  im vergangenen Jahr in Sambia um die  notwendige Aufbauarbeit mit den MCW-Gruppen anzugehen und vielerlei Kontakte und Vernetzungen zwischen den Gruppen sowie mit den amtskirchlichen Strukturen herzustellen.

So wollen wir gemeinsam weiter vorgehen: 
Wir wollen gemeinsam die MCW in Sambia wieder aktivieren. Diese hatte in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Gründen eine Krise durchlebt und stellt sich mit einigen Gruppen neuer Aktiven neu auf. Bekannt wurde die MCW in Sambia in den vergangenen Jahren vor allem durch ihren konsequenten und teilweise spektakulären Einsatz für die Rechte und Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und ihrer Familien im sog. „Kurpfergürtel“ des Landes.

Unsere Spendengelder sind für die folgenden Schritte erforderlich:
1.) Training und Kompetenzschulung der Verantwortungsträger der MCW in Sambia -hierzu Bereitstellung von Personal, Technik, Materialien, Transport und Verpflegung etc.

2.) Wiederaufbau der Strukturen und somit der Handlungsfähigkeit der MCW in Sambia - es bedarf z. B. der Einrichtung eines Büros, einer Satzung und beispielweise auch der Finanzierung einer Personalstelle für ein bis zwei Hauptamtliche.

3.) Dann kann es wieder an die programmatische, inhaltliche und aktionsorientierte Arbeit gehen. Um zur Bewussteinbildung der Arbeiter/innen beizutragen, sollen Radiosendungen und Talkshows durchgeführt werden, in weiteren Lehrgängen und Seminaren dann Kleinprojekte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Armut im Lande initiiert werden. 
                          
James Sserunjogi ist beauftragt, einen Kosten- und Projektplan für diese Maßnahmen zu erstellen, daraufhin kann die Arbeit begonnen werden. 

Bereits wiederholt wurden wir von der MCW in Sambia zu einem mit einer kleinen Delegation eingeladen. Daran merken wir: Das wichtigste an einer Partnerschaft ist zunächst einmal die persönliche Begegnung und Beziehung  und die beiderseitige Solidarität, von Mensch zu Mensch. Weil wir uns es gegenseitig wert sind und weil auch unsere Partnerschaftsarbeit ein Teil unseres neuen Mottos „weil es uns wertvoll ist“ ist.

Zur Stabilisierung und Weiterentwicklung unserer Partnerschaft mit Sambia hat inzwischen auch der Weltnotwerk-Beirat unseres Bezirksverbandes die Arbeit aufgenommen. Er hat in seiner ersten Initiative sich entschieden,  die Kommunikation zwischen den KAB-Aktiven in beiden Ländern zu aktivieren, das, Land, die Bewegung mit ihren Menschen in Sambia besser kennen zu lernen um dann die konkrete und praktische Weltnotwerkarbeit voranzubringen.

Im Beirat engagieren  sich derzeit:

Brigitte Lundu-Mumbu, Frederick Lundu (KAB St. Barbara Moers-Meerbeck), Astrid Mayers, Henriette Kniely, stellv. Bezirksvorsitzende, Heinz Wolfers (KAB St. Barbara Möllen), Mechthild Schulz (Mitglied der Bezirksleitung) Leonard Braun (KAB Hl. Geist Hiesfeld), Jürgen Dötsch (Bezirksvorsitzender), Norbert Henn (KAB St. Josef Alpen), Rolf Bekkering und Hans-Gerd Klaßen (KAB St. Barbara Kamp-Lintfort), Norbert Volkmar, (KAB St. Ludger Moers-Kapellen) und Martin Mohr.

Liebe Frauen und Männer der KAB, ich danke für eure Geduld, die ihr mit und für das langsame Wachsen unserer auf Dauer angelegten Partnerschaft mit Sambia aufbringt. Im Jahr 2010 waren es satte 8.155,20 EURO, die durch eure Aktionen zusammen kamen. Die Spendengelder sind sicher auf unserem Weltnotwerk-Partnerschaftskonto angelegt und werden in den kommenden Monaten schrittweise und fallbezogen eingesetzt.

Martin Mohr

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